Schwieriger könnte die Ausgangslage vor dem letzten Meisterschaftsspiel des Jahres kaum sein. Nach der bitteren 3:4-Niederlage im Kellerduell bei Union St. Martin ist die UVB Oberbank Vöcklamarkt auf den letzten Tabellenplatz zurückgefallen. Mit nur sieben Punkten aus 14 Spielen erleben unsere Grün-Gelben eine historisch schwierige Saison. Nun kommt ausgerechnet Tabellenführer SV Friedburg zum Nachbarschaftsduell ins Black Crevice Stadion.
Ein bitterer Abend in St. Martin
Es hätte das Spiel werden sollen, in dem unsere Mannschaft sich im Tabellenkeller etwas Luft verschaffen kann. Stattdessen setzte es beim bisherigen Schlusslicht Union St. Martin die nächste schmerzhafte Niederlage. Bereits nach fünf Minuten lagen unsere Moaka mit 0:2 zurück. Gábor Barta brachte uns zwar noch vor der Pause auf 1:2 heran, doch nach dem Seitenwechsel erhöhten die Gastgeber auf 4:1. Dass unsere Mannschaft durch einen weiteren Treffer von Barta und ein Tor von Florian Feichtlbauer noch einmal auf 4:3 verkürzen konnte, änderte nichts mehr am Ausgang der Partie.
Besonders bitter: Gleich drei Gegentreffer resultierten aus Standardsituationen – ein Problem, das uns schon durch die gesamte Herbstsaison begleitet. Am Ende stand nicht nur die nächste Niederlage, sondern auch die Rückkehr ans absolute Tabellenende.
Unsere Gedanken sind bei Teo
Noch schwerer als das sportliche Ergebnis wiegt allerdings die Verletzung von Teo Miskic. Die Freude über seinen Einsatz in der Startelf fand nach nur 26 Minuten ein jähes Ende. Nach einem Zweikampf blieb Teo schwer verletzt liegen und musste mit der Rettung ins Krankenhaus gebracht werden. Die Diagnose: Schienbeinbruch und innere Blutungen. Eine sofortige Operation war notwendig.
Lieber Teo, die gesamte UVB-Familie wünscht dir von Herzen alles Gute, viel Kraft und eine möglichst rasche und vollständige Genesung! Wir stehen hinter dir und freuen uns schon jetzt auf den Tag, an dem wir dich wieder auf dem Fußballplatz sehen dürfen. 💚💛
Größer könnten die Gegensätze kaum sein
Während unsere Grün-Gelben nach 14 Runden mit gerade einmal sieben Punkten das Tabellenende zieren, reist mit dem SV Friedburg der aktuelle Spitzenreiter nach Vöcklamarkt. Seit dem Wiederaufstieg in die OÖ Liga im Jahr 1995 war die sportliche Situation für unseren Verein nicht mehr derart prekär. Der letzte Sieg liegt mittlerweile fast zwei Monate zurück. Fünf der vergangenen sechs Meisterschaftsspiele gingen verloren. Was zu Saisonbeginn noch als schwieriger Start betrachtet werden konnte, ist längst zu einem beinharten Abstiegskampf geworden.
Ganz anders die Situation beim nur rund 24 Kilometer entfernten Nachbarn aus Friedburg. Die Mannschaft von Trainer Ernst Öbster führt die Tabelle an und konnte ihre letzten drei Meisterschaftsspiele allesamt gewinnen – bei einem Torverhältnis von 8:2.
Besonders gefährlich präsentiert sich die Offensive der Innviertler. Jonas Reitter hält bereits bei sieben Saisontreffern, Ben-Travis Wörndl und Chinonso Eziekwe haben jeweils sechsmal getroffen. Dass der SV Friedburg derzeit vor Selbstvertrauen strotzt, ist angesichts dieser Bilanz wenig überraschend. Die Rollen für das Derby am Freitag sind jedenfalls klar verteilt.
Erinnerungen an einen ganz anderen Fußballabend
Ein Blick auf das letzte Aufeinandertreffen der beiden Vereine weckt immerhin erfreuliche Erinnerungen. Damals feierte unsere UVB im ersten Spiel unter Trainer Jürgen Schatas einen beeindruckenden 7:1-Erfolg gegen Friedburg. Sich diesmal ein ähnliches Ergebnis zu erwarten, wäre angesichts der aktuellen Kräfteverhältnisse allerdings vermessen. Zu unterschiedlich sind die Entwicklungen der beiden Mannschaften in den vergangenen Monaten verlaufen.
Und dennoch: Fußball ist nicht immer berechenbar. Vielleicht gelingt es unseren Grün-Gelben gerade in der Rolle des krassen Außenseiters, noch einmal über sich hinauszuwachsen.
Noch einmal alles geben – auch für Teo!
Eines lässt sich vor diesem letzten Spiel des Jahres nicht beschönigen: Die bisherige Saison ist eine riesige Enttäuschung. Dass unser Verein nach 14 Runden am Tabellenende steht, hätte vor wenigen Monaten wohl kaum jemand für möglich gehalten.
Umso wichtiger wird es sein, die bevorstehende Winterpause für eine schonungslose Analyse und die notwendigen Konsequenzen zu nutzen. Die Probleme sind offensichtlich, die sportliche Situation ist ernst. Darauf zu hoffen, dass im Frühjahr alles von alleine besser wird, wäre zu wenig.
Vielleicht ist es gerade jetzt wichtig, den Blick für 90 Minuten von der Tabelle zu lösen. Sich gegen den Tabellenführer mit allem wehren, was möglich ist und den eigenen Fans zeigen, dass man sich trotz aller Rückschläge nicht aufgegeben hat.
Und vielleicht kann unsere Mannschaft dieses letzte Heimspiel auch zu einem ganz besonderen machen: für ihren schwer verletzten Mitspieler Teo Miskic. Ein sportliches Lebenszeichen wäre nach diesem harten Herbst mehr als willkommen.
Freitag, 19:00 Uhr | Black Crevice Stadion
Mitanand. Samma stärker! 💚💛



