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Auch gegen den FC Andorf blieb gestern die erhoffte Überraschung aus. Trotz einer über weite Strecken ausgeglichenen Partie mussten sich unsere Grün-Gelben mit 1:2 geschlagen geben. Nach mittlerweile 13 Meisterschaftsrunden ist die sportliche Situation ernst. Trainer Jürgen Schatas nimmt dazu ausführlich Stellung, spricht offen über die Probleme und übernimmt Verantwortung.

Es ist eine schwierige Phase, die unsere Mannschaft derzeit durchlebt. Auch gegen den starken Aufsteiger aus Andorf war man keineswegs chancenlos, hielt über weite Strecken gut dagegen und konnte die Begegnung offen gestalten. Am Ende stand dennoch die nächste Niederlage. Dass die Enttäuschung wächst, ist angesichts der bisherigen Ergebnisse verständlich. Auch Trainer Jürgen Schatas ist sich der Situation bewusst und stellt sich der Kritik.

„Als Trainer stehe ich in der sportlichen Verantwortung und habe natürlich auch meinen Beitrag zur derzeitigen Situation geleistet. Ich laufe aber nicht davon, weil ich nach wie vor überzeugt bin das wir es schaffen können da unten wieder raus zu kommen.“ sagt er einen Tag nach dem Spiel.

Die Probleme sind erkannt

Was unserer Mannschaft derzeit fehlt? Immer wieder gelingt es, gute Phasen zu zeigen und auch stärkeren Gegnern auf Augenhöhe zu begegnen. Zu selten werden diese Leistungen jedoch in Punkte umgemünzt. Schatas sieht die größten Baustellen vor allem in zwei Bereichen: der Defensivarbeit und der Chancenverwertung.

„Wir haben große Defizite in der Arbeit gegen den Ball und in der Chancenverwertung. Wenn du in jedem Spiel mindestens zwei Tore bekommst, ist es schwierig Spiele zu gewinnen.“ Dabei nimmt der Trainer auch sich selbst in die Pflicht. Dass es bisher nicht gelungen ist, die defensive Stabilität entscheidend zu verbessern, bezeichnet er als einen seiner größten Kritikpunkte an der eigenen Arbeit.

Gleichzeitig betont Schatas, „dass das Trainerteam intensiv an Lösungen arbeitet, Entscheidungen laufend hinterfragt und versucht, die notwendigen Anpassungen vorzunehmen. Dass derzeit nahezu jeder Fehler unmittelbar bestraft wird, macht die Aufgabe nicht einfacher.“

Eine Mannschaft, die zusammenhält

Trotz der sportlichen Misere sieht Schatas einen wichtigen Faktor weiterhin positiv: den Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft.

„Aus dem internen Vereinsleben kann ich sagen: die Mannschaft ist intakt, die Spieler halten zusammen aber auch sie haben mit den Ergebnissen zu kämpfen. Alle ziehen an einen Strang und jeder will seinen Beitrag leisten, da wieder raus zu kommen.“ Weiters ist ihm aber bewusst, dass im Fußball letztlich die Ergebnisse zählen. „Man wird an der einen oder anderen Schraube drehen müssen, doch es ist machbar.“

Denn bei allen Diskussionen über Ergebnisse, Entscheidungen und Verantwortlichkeiten steht für ihn eines im Vordergrund: „Ob mit mir oder ohne mir ist nicht wichtig, es geht um den Verein, und nur das zählt. Wir haben noch 2 Spiele wo wir unser bestes geben werden und dann muss man in der Winterpause die sportliche Situation umfassend bewerten, analysieren und vor allem die richtigen Weichen für die Rückrunde stellen.“

Denn eines ist klar: Ein weiterer Abstieg hätte weitreichende Folgen und würde uns vor völlig neue Herausforderungen stellen. Gleichzeitig dürfen wir nicht davon ausgehen, dass die Konkurrenz im Tabellenkeller im Winter schlafen wird. Manche Vereine verfügen da durchaus über Möglichkeiten, die Kräfteverhältnisse in der Winterpause zu verschieben.

Darauf zu hoffen, dass sich unsere Situation von alleine verbessert, wird nicht reichen. Es braucht eine ehrliche Analyse, klare Entscheidungen und den gemeinsamen Willen, die richtigen Schritte zu setzen, um stärker zu werden. Noch haben wir die Möglichkeit, selbst die Weichen für eine bessere Zukunft zu stellen.

Oder, wie es Jürgen Schatas auf den Punkt bringt: „Es geht um den Verein, und nur das zählt.“

Mitanand. Samma stärker!
💚💛

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