Die Lage im Tabellenkeller spitzt sich zu. Nach dem 2:2 gegen Pregarten und der bitteren 1:2-Niederlage in Bad Ischl sind unsere Grün-Gelben wieder auf einen Abstiegsplatz zurückgefallen. Am Freitag wartet mit dem FC Andorf ausgerechnet eines der Überraschungsteams der Saison im Black Crevice Stadion.
Es sind derzeit keine einfachen Wochen für unsere Moaka. Im direkten Kellerduell gegen Pregarten reichte es trotz spätem Ausgleich durch Fabio Födinger nur zu einem 2:2. Eine Woche später folgte in Bad Ischl der nächste Rückschlag – und das auf besonders bittere Weise.
Auf äußerst schwierigem Geläuf entwickelte sich eine umkämpfte Partie, in der unsere Mannschaft nach einem frühen Rückstand durch ein sehenswertes Distanztor von Fabio Födinger noch vor der Pause ausgleichen konnte.
Lange deutete alles auf eine Punkteteilung hin, ehe es in der Nachspielzeit zu einer folgenschweren Szene kam: Nach einem Zweikampf, bei dem beide Spieler auf dem rutschigen Untergrund zu Fall kamen, entschied der Schiedsrichter auf Freistoß für Bad Ischl. Eine aus unserer Sicht klare Fehlentscheidung, die Oleksandr Lovyniuk mit einem direkt verwandelten Freistoß zum 2:1-Siegtreffer bestrafte. Besonders bitter: Födinger musste nach der Aktion verletzt vom Platz.
So bleibt am Ende erneut die Erkenntnis, dass wir trotz aller Bemühungen mit zu wenig Punkten dastehen. Dass Pregarten gleichzeitig gegen Gmunden gewinnen konnte und uns in der Tabelle überholte, verschärft die Situation zusätzlich.
Andorf: Ein Aufsteiger auf der Erfolgswelle
Während in Vöcklamarkt die Sorgen wachsen, herrscht beim nächsten Gegner regelrechte Aufbruchstimmung. Der FC Andorf ist als Aufsteiger sensationell in der LT1 OÖ Liga angekommen und mischt unter Trainer Thomas Froschauer ganz vorne mit.
Besonders beeindruckend ist die Offensivkraft der Innviertler. Der 32-jährige Florian Spitzer hält bereits bei elf Saisontreffern. Mit Niklas Klamminger (5 Tore) und Sebastian Bauer (4 Tore) verfügt Andorf über zwei weitere torgefährliche Akteure.
Auch die Geschichte dieses Duells ist interessant. Zuletzt spielte Andorf in der Saison 2017/18 in der OÖ Liga, musste damals aber nach nur einem Jahr wieder absteigen. Davor gehörten die Rot-Weißen von 1981 bis 1988 der höchsten oberösterreichischen Spielklasse an und feierten 1984 sogar den Vizemeistertitel. Aus dieser Zeit stammen auch die letzten Begegnungen mit Vöcklamarkt – das bislang letzte Duell liegt bereits 38 Jahre zurück.
Nun kehrt Andorf mit großem Selbstvertrauen zurück. Die Euphorie ist bis auf die Ränge spürbar: Für das Gastspiel in Vöcklamarkt wird sogar ein eigener Fanbus organisiert.
Jetzt sind alle gefordert
Die Rollen vor diesem Heimspiel sind klar verteilt. Andorf kommt als eines der Spitzenteams, unsere Grün-Gelben stecken mitten im Abstiegskampf.
Dass wir uns die Saison ganz anders vorgestellt haben, ist längst kein Geheimnis mehr. Ebenso wenig, dass die Enttäuschung wächst. Nach zwölf Runden müssen wir anerkennen, dass die bisherigen Leistungen und Ergebnisse nicht ausreichen.
Doch gerade jetzt geht es darum, als Mannschaft zusammenzustehen und sich aus dieser schwierigen Situation herauszuarbeiten. Nicht mit Durchhalteparolen, sondern mit einer geschlossenen Leistung, der nötigen Konsequenz und dem Willen, auch gegen einen vermeintlich übermächtigen Gegner etwas mitzunehmen.
Am Freitag wartet eine schwere Aufgabe. Aber auch eine neue Chance, zu zeigen, dass wir mehr können, als es die Tabelle derzeit vermuten lässt.
Freitag, 23.10.2026, 19:00 Uhr.
Black Crevice Stadion.
Mitanand. Samma stärker! 💚💛



