Besser hätte der Auftakt in die Rückrunde der LT1-Oberösterreich-Liga kaum laufen können: Unsere UVB Oberbank Vöcklamarkt feierte im heimischen Black Crevice Stadion einen eindrucksvollen 7:1-Erfolg gegen den favorisierten Tabellendritten SV Friedburg. Es ist der höchste Erfolg seit einem 0:6 Auswärtserfolg in Kalsdorf 2018 sowie dem 7:0 Heimsieg im ÖFB-Cup gegen den SV Wörgl im Juli 2017. Kleiner Sidefact, beide Siege wurden in der ersten Amtszeit von Jürgen Schatas gefeiert.
Die Mannschaft geriet bei der Rückkehr von Jürgen Schatas zunächst in die Defensive, da die Gäste druckvoll starteten, gleich mehrere Torchancen vorfanden und unsere Mannschaft wenig Chancen auf den Ball vorfand. Der Favorit wie erwartet stark. Vor gut 600 Zuschauern gingen die „Grün-Gelben“ nach 14 Minuten dann aber überraschend doch in Führung. Johannes „Joey“ Zottl brachte den Ball mit der ersten Möglichkeit für die UVB irgendwie zur 1:0 Führung über die Linie. Keineswegs verdient, aber konsequent.
Nun aber war die UVB voll da. Nur wenige Minuten später war es Gábor Barta, der mit einem schönen Schuss zum 2:0 erhöhte und das Stadion erneut zum Jubeln brachte. Kurz darauf ist es wieder Gábor, der nach einer schnellen Aktion den Ball im Netz versenkt, diesmal allerdings zählt der Treffer nicht. Die UVB präsentierte sich effizient und kontrollierte das Geschehen, bis die Gäste aus Friedburg gegen Ende der ersten Halbzeit wieder Druck aufbauen konnten, allerdings glücklos und ohne Torerfolg blieben.
Offensivpower auch nach der Pause
Nach dem Seitenwechsel knüpfte die Schatas-Elf nahtlos an ihre vorigen Leistung an. Zottl schnürte in der 65. Minute seinen Doppelpack und stellte auf 3:0. Nur wenige Minuten später keimte bei den Gästen Hoffnung auf, als Ben-Travis Wörndl in der 72. Minute mit einem sehenswerten Schuss ins Kreuzeck auf 3:1 verkürzte. Doch Vöcklamarkt hatte sofort die passende Antwort parat: Knapp zwei Minuten später traf Fabio Födinger zum 4:1 und stellte den alten Abstand wieder her.
Nun wurde es deutlich. Das Trainerteam signalisierte, das reicht noch nicht, da ist mehr drin, und er sollte recht behalten. Barta erhöhte in der 73. Minute auf 5:1 ehe Marco Meilinger sechs Minuten später das halbe Dutzend per Elfmeter vollmachte. Friedburg hätte nach einem Elfmeterpfiff in der 81. Minute noch Ergebniskosmetik betreiben können, doch Marcel Illy parierte einen Elfmeter sensationell stark.
Den Schlusspunkt setzte schließlich Fabio Födinger: In der 90. Minute verwandelte er einen neuerlichen Strafstoß – Baran Akyol wurde zuvor zu fall gebracht – sicher zum 7:1 Endstand und krönte damit einen rundum gelungenen Abend für die Kleeblätter.
Gerhard Schimpl (sportlicher Leiter UVB Vöcklamarkt):
„In den ersten 13 Minuten haben wir keinen Ball gesehen. Durch einen guten Konter haben wir dann das 1:0 gemacht und mit dem zweiten Torschuss gleich das 2:0 nachgelegt. Der Gegner war geschockt. Wir hatten in der ersten Hälfte sogar noch die Chance auf das 3:0. Dann ist alles für uns gelaufen. Wichtig war auch, dass uns nach dem 3:1 gleich das 4:1 gelungen ist. Man muss aber die Kirche im Dorf lassen. Fußballerisch ist bei uns sehr viel Luft nach oben. Wir haben zur richtigen Zeit die Tore gemacht. Der Gegner war fußballerisch besser. Friedburg hatte deutlich mehr Ballbesitz, aber keine zwingenden Chancen.“
Ernst Öbster (Trainer SV Friedburg):
„Wir hatten einen super Start und fanden gleich gute Chancen vor. Vöcklamarkt hat mit dem ersten Angriff gegen den Spielverlauf das 1:0 gemacht. Dann schossen sie gleich das zweite Tor. Wir wurden ausgekontert. Der Gegner hat es gut gemacht. Wir sind angelaufen, sie haben auf eine stabile Defensive geachtet und dann gekontert. Am Ende des Tages darf so ein Spiel nicht 1:7 ausgehen. Das ist eine peinliche Vorstellung.“



