Geschichte

Größte Erfolge

OÖ Landesmeister: 1981, 1986, 2010
Zweiter Platz OÖ Fußballcup: 1982
Viertelfinale im österr. Fussballcup: 1984
Aufstieg in die 2. Division: 1986
Aufstieg in die Regionalliga Mitte: 2010

Gründung und Aufstieg

(1946 – 1976):

Kurz nach Ende des Krieges bildeten sich in Vöcklamarkt zwei Gruppen, welche sich zu regelmäßigen Fußballspielen zusammenfand. Eine Gruppe unter der Leitung von Hubert Rabe, Sepp Meinhart und Gustl Sporrer  sowie die andere Gruppe um Herbert Breinl und Josef Gruber. Da beide Gruppen an der Gründung eines überparteilichen Sportvereines interessiert waren, wurde am 24. September 1946 die Union Vöcklamarkt gegründet.

Drei Jahre nach der Vereinsgründung nahm die Union erstmals am regulären Meisterschaftsbetrieb in der untersten Spielklasse teil. Grund dafür, dass es so lange gedauert hat, war die Tatsache, dass es vorerst keinen geeigneten Sportplatz in Vöcklamarkt gab. Unter der Leitung von Sektionsleiter Sepp Meinhart wurde 1948 das alte Schwimmbad zugeschüttet und ein Fußballfeld an der Stätte des jetzigen „Waldstadions“ errichtet.

Nach Errichtung der neuen Spielstätte nahm die Union im Jahr 1949 das erste Mal am geregelten Meisterschaftsbetrieb teil. Man konnte die erste Saison der Vereinsgeschichte in der 2ten Klasse mit einem guten 3ten Rang hinter dem FC Mattighofen und dem ATSV Schneegattern abschließen.

Bis zum Jahre 1955 war die 2te Klasse die Heimat der jetzigen UVB Vöcklamarkt, ehe man dann sogar den Abstieg in die Jahre zuvor neu eingeführte 3te Klasse hinnehmen mußte – gleichzeitig der sportliche Tiefpunkt der Vereinsgeschichte. 1960 wurde die Zeit in der 3ten Spielklasse mit dem Aufstieg in die 2te Klasse beendet und bereits 2 Jahre später, im Jahre 1964,  konnte man auch die 2te Klasse hinter sich lassen.

Leider gabs dann 2 Jahre später das sportliche Comeback in Klasse 2 aus der man sich dann aber im Jahr 1973 für immer verabschieden konnte. Die 2te Ära in der Bezirksliga war dann wesentlich erfolgreicher und bereits nach 3 Jahren gelang der Aufstieg in die 2te Landesliga – der Startschuß für den Beginn der „goldenen Jahre“.

Die goldenen Jahre und Bundesliga

(1977-1987):

Im Jahr 1976 gelang der Aufstieg in die 2te Landesliga. Im selben Jahr konnte die erfolgreiche Mannschaft um Trainer Walter Schneeberger den Durchmarsch in Liga 1 fixieren. Die 1ste Landesliga war zu dieser Zeit die höchste Oberösterreichische Spielklasse und nach der 1. und 2. Division die dritthöchste Spielklasse Österreichs.  Zu den Gegnern zählten damals SK Vorwärts Steyr, FC Union Wels oder SV Ried. Es sollten 9 erfolgreiche Jahre in der Landesliga folgen.

Mit viel Kampfgeist, Ehrgeiz und Glück wurde im Jahre 1981 unter Trainer Ernst Knorrek erstmals der Meistertitel nach Vöcklamarkt geholt. Erstmals durfte man damit an Relegationsspielen zum Aufstieg in die 2. Division teilnehmen. In je einem Heim- und Auswärtsspiel scheiterte man jedoch an Flavia Solva und SV Spittal an der Drau.

Der 13. März 1984 geht als weiteres Highlight in die Vöcklamarkter Vereinsgeschichte ein. Im ÖFB-Cup-Viertelfinale empfängt die UVB unter Trainer Franz Kutil zu Hause vor 3.000 fanatischen Zuschauern den österreichischen Rekordmeister SK Rapid Wien. Es war ein sensationelles Match. Die UVB zog dem SK Rapid Wien den letzten Nerv. Unser späterer Meistertrainer Karl Vietz bot eines seiner besten Spiele und hielt alle möglichen und auch sehr viele unmögliche Bälle. Hans Krankl fand in Person Georg Höfer seinen Meister und wurde in Hälfte 2 völlig entnervt ausgewechselt.

Erst in Minute 64. brachte Stürmer „Gerry“ Willfurth die Wiener mit einem umstrittenen Tor auf die Siegesstraße. Das 0:2 durch „Zizo“ Kranjčar in Minute 85. war dann schon bedeutungslos. Unvergessen auch in diesem Zusammenhang die Wortmeldung vom damaligen Rapid Trainer Otto Baric: „Wir sind nicht gewohnt auf einem Acker zu spielen!“ Rapid wurde später Cupsieger.

Nach dem Vizemeistertitel 1985 gelang im Jahr 1986 der erneute Titelgewinn in der oberösterreichischen Landesliga. In den Relegationsspielen gegen SV Feldkirchen und den FC Zeltweg sicherte man sich durch einen Auswärtserfolg gegen Feldkirchen im letzten Spiel den sensationellen Aufstieg in die 2. Division. Zuvor gelang das noch keinem Verein aus unserem Bezirk. Trainer der damaligen Erfolgsmannschaft war der Bulgarische Ex-Nationalspieler Nikolai Radlev.

Das Spieljahr 1986/87 in der 2. Division brachte zahlreiche Duelle mit sehr prominenten Mannschaften mit sich. Man konnte sich mit SV Austria Salzburg, VfB Mödling, DSV Leoben, SK Vorwärts Steyr, Kremser SC, SW Bregenz und Flavia Solva messen, um nur einige zu nennen. Das Zuschauerinteresse erreichte in der 3. Runde mit dem Gastspiel des SV Austria Salzburg mit 3.000 Zuschauern im hoffnungslos ausverkauften „Waldstadion“ einen Höhepunkt. Mit der klaren 0:3 Niederlage gegen Salzburg unterstrichen die Gäste allerdings auch ihre Titelambitionen und sorgten für die erste Niederlage der Vöcklamarkter in der 2. Division.

Leider musste man jedoch, trotz einiger namhafter Verstärkungen bereits im ersten Jahr erkennen, dass diese Liga eine Nummer zu groß war. Als Vorletzter stieg man gemeinsam mit SW Bregenz und SV St. Veit aus Liga 2 wieder in die oberösterreichische Landesliga ab.

Jahre in der Landesliga

(1988-2010):

Dem kurzzeitigen Gastspiel in der 2. Division folgten 5 Jahre in der ersten oberösterreichischen Landesliga die mit mäßigem Erfolg verliefen. Im Jahr 1992 musste man dann sogar den Abstieg in die 2te Landesliga hinnehmen. Der Aufenthalt dort war jedoch nur von kurzer Dauer, denn schon 1995 gelang der Wiederaufstieg in der man sich langsam aber sicher in den Folgejahren wieder im oberen Tabellendrittel festsetzen konnte. Im Jahr 2002 konnte man erstmals wieder ganz oben in der Tabelle mitspielen und den Vizemeistertitel erringen.

Für große Momente im Vöcklamarkter Waldstadion sorgte aber einmal mehr der ÖFB-Cup. Im Oktober 1999 traf die UVB zum zweiten mal in der Geschichte in einem Bewerb auf eine Bundesliga-Mannschaft, den LASK Linz. 3.000 Zuschauer strömten ins Stadion und sahen ein spannendes Cupspiel bei der die Entscheidung zum 2:0 erst in der 80. Minute zugunsten der Gäste aus Linz gelang.

Ein weiteres Highlight in der jüngsten Vergangenheit brachte mit Sicherheit das ÖFB-Cup-Vorrundenspiel gegen Regionalligist Blau Weiß Linz im Jahr 2005. Beim Stand von 1:1 ging das Spiel in die Verlängerung. In dieser konnten die Linzer durch Tore in Minute 96. und in Minute 111. auf 1:3 stellen, ehe unserer Mannschaft in Minute 124. der sensationelle Ausgleich gelang. Das Elfmeterschießen konnte man dann vor 1.500 begeisterten Zuschauern für sich entscheiden und man war eine Runde weiter.

Das Jahr 2009 war bis zu diesem Zeitpunkt wohl das erfolgreichste Spieljahr seit dem Wiederaufstieg 1995. Man errang in souveräner Manier den Vizemeistertitel der nunmehr in Radio-Oberösterreich-Liga umbenannten 1. oberösterreichischen Landesliga mit nur 3 Punkten Rückstand auf den mit zahlreichen Profis gespickten erklärten Meisterschaftsfavoriten FC Pasching.

In der Regionalliga

(seit 2010):

2010 dann der große Coup! Die Mannschaft, angeführt von Kapitän Jürgen Dambauer ist das Maß aller Dinge der Radio OÖ Liga. Der Trainerfuchs, der „Panther“ Karl Vietz macht sich in Vöcklamarkt unsterblich. Nach seinen 2 Meistertiteln als Spieler holt er einen historischen Meistertitel als Trainer, schafft den Aufstieg in Österreichs dritthöchste Spielklasse – die Regionalliga Mitte!

Die darauf folgende Saison brachte im ÖFB Cup zum dritten Mal einen Bundesligisten nach Vöcklamarkt. Zu Gast war diesmal Tabellenführer FC Wacker Innsbruck, der vor 2.100 Zuschauern zwar wenig Chancen zuließ, dennoch auch erst in der 77. Minute das entscheidende 0:2 bzw. in der Nachspielzeit das 0:3 erzielen konnte.

In die erste Saison in der Regionalliga-Mitte startet Vöcklamarkt zuerst durchwachsen und mit 3 Niederlagen in Serie. Zweifel kommen auf, ob der wenig veränderte Kader stark genug für die Liga ist. Die Mannschaft konnte sich allerdings finden und beendete die Saison letztendlich auf dem 9. Platz. Die darauffolgende Saison sollte trotz holpriger Herbstsaison zur erfolgreichsten seit 25 Jahren werden, denn die Grün-Gelben beenden nach einem starken Frühjahr die zweite Regionalliga-Saison sensationell auf Tabellenplatz 4. Das bedeutet gleichzeitig, vierterfolgreichster oberösterreichischer Verein geworden zu sein.